Jeff Lindsay – Komm zurück, mein dunkler Bruder
10. August 2009Dexter und sein Dunkler Passagier sind zurück – zumindest teilweise, denn im dritten Dexter-Buch muss Dexter alleine klar kommen: Sein alter ego seilt sich ab.
Dexter und sein Dunkler Passagier sind zurück – zumindest teilweise, denn im dritten Dexter-Buch muss Dexter alleine klar kommen: Sein alter ego seilt sich ab.
Clive Cussler mal ganz anders: Kein Dirk Pitt, kein Kurt Austin. In Höllenjagd schildert er die Jagd auf einen Bankräuber zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Isaac Bell, der erfolgreichste Kopfgeldjäger der USA, heftet sich auf die Fersen eines brutalen Bankräubers, dessen Weg mit Leichen gepflastert ist. Die Presse nennt diesen Verbrecher, der nie einen Zeugen am Leben lässt, den «Schlächter» Kompromisslos setzt sich Bell auf die Spur seiner Beute, immer näher rückt er dem «Schlächter» – bis dieser plötzlich den Spieß umdreht und aus dem Jäger der Gejagte wird…
Das Buch beginnt ganz anders als die üblichen Cusslers. Normalerweise legt Cussler jedem Buch ein mehr oder weniger fiktives historisches Ereignis zugrunde, das er als Ausgangspunkt für die weitere Handlung verwendet. Höllenjagd ist da irgendwie gegensätzlich: Die Einleitung des Buchs spielt 1950, danach springt die Handlung zurück zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Durch die in der Vergangenheit spielende Handlung war eine neue Figur notwendig, die Cussler mit Isaac Bell einführt. Dieser Bell erinnert durch seine Art – wie sollte es anders sein – an die üblichen Protagonisten Pitt und Austin: Aufrichtig, Ehrenmann, Draufgänger und dabei auch noch erfolgreich. Den Ausgang der Handlung legt Cussler schon in die Einführung und das restliche Buch steuert geradewegs darauf zu, ohne Umwege.
Die weiteren Zutaten sind aus anderen Büchern bekannt. Cussler bringt auch in diesem Buch – mal wieder – seine Vorliebe für alte Autos und alte Lokomotiven unter. Natürlich bleibt ihm aufgrund des zeitlichen Rahmens auch nichts anderes übrig.
Man liest das Buch, aber die Cussler-typische Spannung wollte einfach nicht aufkommen. Vielleicht haben Herr Cussler und ich uns einfach nur auseinander gelebt und – um es mit den Worten zwei altgedienter Cops aus L.A. zu sagen – “ich bin zu alt für diesen Scheiß”.
Prädikat: Enttäuschend
Technische Daten:
Autor: Clive Cussler
Titel: Höllenjagd
Originaltitel: The Chase
ISBN-13: 978-3-442-37057-3
Umfang: 447 Seiten
Die Leseprobe lässt zunächst nichts Gutes (inhaltlich gesehen) erwarten. Der seit April 2009 in den USA verkaufte vierte Band mit Sean King und Michelle Maxwell, First Family, macht jedoch Hoffnung, dass auch das dritte Abenteuer des Paares gut enden wird.
Vor einiger Zeit bin ich auf imzwielicht.de auf ein neues Buch im Wächter-Universum gestoßen: Bewahrer des Chaos von Wladimir Wassiljew. Da mich die Wächter bereits fasziniert hatten, musste ich dieses Buch folglich ebenfalls lesen.
Die übliche Aufmachung, eine reißerische Beschreibung auf der Rückseite, ergänzt um diverse Testimonials: Da werde ich skeptisch. Soll ich? Soll ich nicht? Es gibt Abhilfe: Solche Bücher stellt man auf seinen Wunschzettel und lässt sie sich schenken – und beim Lesen positiv überraschen.